Ein klarer Ratgeber, um Entzündungen rund um Ihre Zahnimplantate zu erkennen, zu behandeln und zu vermeiden.
Periimplantitis ist eine entzündliche Erkrankung des Gewebes rund um ein Zahnimplantat, die zu fortschreitendem Knochenabbau führt. Bleibt sie unbehandelt, kann sie ein an sich gesundes Implantat lockern und letztlich zum Verlust führen.
Die gute Nachricht: Die Erkrankung verläuft in Stufen. Wird sie früh erkannt — oft noch bevor Sie überhaupt Schmerzen spüren —, stehen die Chancen gut, das Implantat zu erhalten. Dieser Ratgeber erklärt, was Periimplantitis ist, wie Sie die Warnzeichen erkennen und wie unser Zahnteam der EsteGo Clinic in Istanbul sie behandelt und ihr vorbeugt. Mit über 15 Jahren Erfahrung und mehr als 40.000 Patienten aus über 47 Ländern begegnet uns dieses Krankheitsbild regelmäßig.

Periimplantitis ist eine bakterielle Infektion, die das Zahnfleisch und den Knochen rund um ein Zahnimplantat angreift. Sie beginnt meist als mildere, noch umkehrbare periimplantäre Mukositis, bei der nur das Weichgewebe entzündet und leicht geschwollen ist. Breitet sich die Entzündung tiefer aus und baut den tragenden Knochen ab, spricht man von echter Periimplantitis.
Man kann es sich als die Implantat-Variante der Parodontitis an natürlichen Zähnen vorstellen. Der entscheidende Unterschied ist, dass ein Implantat kein natürliches Faserband und keine reiche Durchblutung an der Wurzel besitzt, sodass eine Infektion schneller fortschreiten kann. Wer versteht, wie Zahnimplantate mit dem Knochen verwachsen, erkennt, warum gesundes umliegendes Gewebe so wichtig ist.
Das Tückische an der Periimplantitis ist, dass sie bis in späte Stadien oft schmerzfrei bleibt — genau deshalb sind regelmäßige Kontrollen so wichtig. Dennoch gibt es Anzeichen, die Sie zu Hause zwischen den Terminen beobachten können.
Typische Warnzeichen sind Zahnfleischbluten beim Putzen rund um das Implantat, ein geröteter oder geschwollener Zahnfleischrand, zurückweichendes Zahnfleisch, sodass die Krone plötzlich länger wirkt, vertiefte Taschen sowie in fortgeschrittenen Fällen Eiter oder ein anhaltend schlechter Geschmack. Auf dem Röntgenbild achtet Ihr Zahnarzt auf Knochenabbau entlang der Implantatwindungen. Bemerken Sie solche Zeichen, lesen Sie unseren Ratgeber zu den Anzeichen eines fehlgeschlagenen Zahnimplantats und vereinbaren Sie zeitnah eine Untersuchung.
Periimplantitis wird durch bakteriellen Zahnbelag ausgelöst, doch mehrere Faktoren erhöhen Ihr persönliches Risiko. Rauchen zählt zu den stärksten, weil es die Durchblutung des Zahnfleischs verringert und die Heilung verzögert. Auch eine frühere Parodontitis macht anfälliger, ebenso wie eine mangelhafte tägliche Mundhygiene, die Belag am Implantat ansammeln lässt.
Weitere Auslöser sind ein schlecht eingestellter Diabetes, der die Infektabwehr schwächt, sowie Zementreste vom Einsetzen der Krone, die das Zahnfleisch über Monate reizen können. Verlässliche fachliche Hinweise bietet die Deutsche Gesellschaft für Implantologie. Ist Ihr Zahnfleisch bereits entzündet, kann unsere Behandlung von Zahnfleischentzündung und Parodontitis das Gewebe stabilisieren, bevor es ein Implantat gefährdet.
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Die Behandlung folgt einer Stufenleiter, die vom Ausmaß der Erkrankung abhängt. Im frühen Mukositis-Stadium genügt oft eine professionelle Reinigung zur Entfernung von Belag und Zahnstein, kombiniert mit antiseptischen Spülungen und verbesserter häuslicher Pflege, um die Entzündung vollständig zurückzudrängen.
Bei ausgeprägter Periimplantitis kommen eine mechanische oder Laser-Dekontamination der Implantatoberfläche hinzu, teils unterstützt durch eine kurze Antibiotikagabe. In fortgeschrittenen Fällen mit deutlichem Knochenabbau ist ein chirurgischer Zugang nötig, um das Implantat gründlich zu reinigen und verlorenen Knochen nach Möglichkeit durch Knochenaufbau zu regenerieren. Die konsequente Pflege nach dem Zahnimplantat ist während der Heilung entscheidend. Ist ein Implantat zu locker oder der Knochen verloren, ist es ehrlicher, es zu entfernen, die Stelle heilen zu lassen und einen Ersatz zu planen.
Vorbeugen ist weit einfacher als behandeln. Reinigen Sie täglich rund um Ihre Implantate mit Interdentalbürsten oder einer Munddusche, nicht nur mit der normalen Zahnbürste, damit sich kein Belag am Zahnfleischrand festsetzt. Halten Sie Ihre regelmäßigen Kontrolltermine ein, damit Ihr Zahnarzt Taschentiefen messen und Veränderungen früh erkennen kann.
Vorbeugung beginnt außerdem im Behandlungsstuhl: eine hochwertige Operation mit korrekter Implantatposition und gut sitzender Krone macht den Bereich deutlich leichter sauber zu halten. Die Wahl einer erfahrenen Klinik schützt Ihr langfristiges Ergebnis — mehr dazu lesen Sie bei unserer Erfolgsrate von Zahnimplantaten.
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